Ab dem 21. November:

Quantum Tunnel von Victoria Vesna

Ein „Tunnel“ bildet die Räume, in denen Bilder des Publikums projiziert und verzerrt werden. Der Besucher zieht einen Finger über eine spezielle Oberfläche und hinterlässt dabei eine genetische Spur. In der Zwischenzeit wird das Bild des Besuchers erstellt und als Konglomerat mit Bildern anderer Besucher dargestellt. Die erkennbaren Gesichter werden gegenübergestellt und verzerrt. Geht ein neuer Besucher durch den Tunnel, wird das Bild seines Gesichtes erneut verzerrt und geändert - zerbrochen in Partikel und Wellen. 

Pressekonferenz: 21. November 2008, 11:00

Eröffnung: 21. November 2008, 19:00 Uhr

Dauer: 22. November 2008 – 5. Jänner 2009 , Di. - So. 10:00 - 18:00 Uhr 

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Am 18. November, 19 Uhr:

Victoria Vesna wird ihre Arbeit als Künstlerin, Theoretikerin und Forscherin präsentieren.

Vibrationen des Wandels 

Im Zentrum dieses Vortrags stehen klangliche Vibrationen, die in natürlichen Systemen entstehen, sowohl in einem metaphorischen Sinne als auch in ihrer konkreten Umsetzung in drei Kunstwerken, die durch fesselnde, vibrierende und interaktive Umgebungen eine besondere Erfahrung vermitteln sollen.

Vortrag: 18. November 2008, 19:00 Uhr  

Veranstaltungsort:
Space 04 Kunsthaus Graz

Lendkai 1, 8020 Graz

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Ab dem 31. Oktober:

MXD E MTNS

Björn Segschneider
in Kooperation mit der Firma XAL - Xenon Architectural Lighting

Für die Fassade des MedienKunstLabor entwickelte Segschneider eine Lichtinstallation, die einerseits diese Spiegelung verstärkt,  anderseits sie durch die Licht komplett bricht.

01.11.2008 - 05.01.2009
im Medienkunstlabor
täglich rund um die Uhr

Freitag, 31.10.2008, 19.00 Uhr
Eröffnung im Medienkunstlabor

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Medienkunstlabor

 

Intention

Das MKL soll in Zukunft eine Einrichtung im Kunsthaus sein, welche Kunst, Wissenschaft und Forschung verbindet und in einem dafür vorgesehenen Raum Projekte dazu durchführt.  Neueste Technologien aus dem universitären Bereich werden hier mit der Produktion von Kunst verbunden. Die drei Säulen Kunst, Wissenschaft und Forschung bilden für diesen Dialog das Grundgerüst. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die Zwischenräume, die durch die Kommunikation entstehen.  Die Basis dafür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Hochschulinstituten und dem Kunsthaus Graz.

Wie auch in anderen europäischen Instituten ähnlicher Ausrichtung soll mit dem MKL ein Ort geschaffen werden, der die kritische Auseinandersetzung mit Kunstprojekten unserer Kultur nicht scheut, die sich an kommerziellen und globalen Faktoren orientiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der kybernetisch orientierten Medienkunst und deren Entwicklung in exemplarisch ausgewählten Projekten. Installationen und Environments zeigen unterschiedliche Strategien der Verwendung von Technologien sowie der Einbeziehung des Rezipienten in das Werk und demonstrieren einen kreativen Umgang mit neuen Medien.

Strategie

Medienkunst ist zu einem wichtigen Aspekt in unserem Kulturkreis geworden. Die neuesten Entwicklungen in diesem Kontext finden meist im Bereich der „digital arts“ statt. Algorithmen und Computertechnologien sind in dieser Strömung ein zentraler Bestandteil und wissenschaftliche Erkenntnisse fließen dabei stärker ein als in anderen Kunstsparten. Die Arbeit der Labors, Forschungsstätten und Hochschulen ist die treibende Kraft für eine neue, richtungweisende Medienkunst, und in diesem Sinne ist es wichtig, eine enge Kooperation mit diesen Institutionen anzustreben. Für die Integration von Technologien in die Produktion und Realisierung von Kunst sind entsprechende Orte notwendig, an denen Medienkunstwerke getestet und implementiert werden können. Das Medienkunstlabor ist somit ein Ort der Begegnung, der Systemintegration, eine Schnittstelle zwischen Forschung, Wissenschaft und Kunst - und vor allem ein Ort der Implementierung neuer Werke: ein „Projektraum Medienkunst".

Implementierung

Zur Umsetzung dieses Anspruchs soll ein einzigartiges technisches Environment geschaffen werden, welches neue Konzepte von Medienkunst ermöglicht oder sogar erzwingt. Trotzdem soll jedoch der Inhalt der Kunst im Mittelpunkt stehen.

Kerntechnologien sind lückenlose Projektionen über den Raum und reale Objekte, virtuelle akustische Räume, in denen abstrakte Klangwelten spatialisiert werden, sowie neueste berührungslose Trackingtechniken zur Interaktion. In einem weiteren Schritt sollten Bereiche wie Robotik, Netzwerkkunst und Kommunikationstechnologien hinzugezogen werden. Ziel ist es, den Realraum mit virtuellen Techniken zu verbinden und somit "augmented realities" zu schaffen: Das Medienkunstlabor verwandelt sich in eine Medienkunstmaschine.

Diese erfolgt im Rahmen von Installationen, Workshops und Festivals in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Szene und Kunstinstitutionen.

Das Medienkunstlabor im Kunsthaus Graz wird in Kooperation mit dem Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) geleitet.

Projektleiter
Winfried Ritsch - IEM

Kuratorin
Mirjana Peitler